Soso, Dienstag ist also der neue Montag, meint die liebe Bestricia 😉 Tja, natürlich denk ich mir das so ähnlich. Neuer Tag, neues Glück. Also für gestern hatte ich mir ja vorgenommen, meine Verschieberitis ernsthaft anzugehen. Also eigentlich hatte ich mir das schon zu Neujahr vorgenommen. Wie jedes Neujahr seit etwa 45 Jahren…

Ich habe in letzter Zeit sehr viel zu dem Thema gelesen. z.B. damit Gewohnheiten zu solchen werden, muss man sie mindestens 3 Wochen lang täglich ausführen. Und ja! Großes Thema – die Morgenroutine. Wie wir in den Dienstag starten (und jeden anderen Tag natürlich auch), das bestimmt über Erfolg oder Fail des Tages. Und um den inneren Schweinehund nicht sofort in die Flucht zu schlagen, hab ich mal mit einer höchst unverfänglichen Liste von 3Mikroaufgaben begonnen, mit welchen fortan meine letzten Tage beginnen sollen 😉 Ja, lacht nicht, mit 61 kann man sie fast schon zählen…

Voilà – meine Mikroliste:

  1. Katze füttern
  2. Katzenklo
  3. Schreibtisch abräumen
  4. Staubsauger

Das geübte Auge der Prokrastinatrice bemerkt natürlich sofort, dass die Hälfte der Liste aus psychologischen Tricks besteht. Die liebe Lucy am Morgen NICHT als erstes zu füttern, ist ja sowieso denkunmöglich bzw. würde mir einen noch unfreundlicheren Start in den Tag bescheren als ich es selbst schon schaffe. Und angesichts eines ungesäuberten Katzenklos würde sich Lucy vermutlich mit in die Seiten gestemmte Pfote vor mir aufpflanzen und mit der anderen einen Vogel zeigen. Meinen nämlich.

Also gut, ich gestehe, die 2 ersten Punkte stehen da nur, damit die Liste nicht gar so mickrig aussieht. Die Punkte 3 und 4 sind allerdings todernst gemeint. Als ich aber gestern mit frischem Elan über den Schreibtisch herfallen wollte, kam es zum besagten Encounter mit dem Badezimmer-Spiegel, der nicht ohne Folgen bleiben sollte. Sofort fiel mir wieder siedend heiß ein, dass mich seit Wochen eine neue Website verfolgt, auf der ich mein Zusammenleben mit mir ausführlich beklagen und der staunenden Öffentlichkeit in epischer Breite schildern wollte. Sozusagen als Paartherapie für mich & mich.

Kurzum, ich hatte plötzlich Wichtigeres zu tun als mich so profanen Dingen wie zugemüllten Schreibtischen und lärmenden Staubsaugern zu widmen. Und urplötzlich war es 4 Uhr morgens und selbst die diszipliniertesten Mitmenschen müssen zugeben, dass es eine Zumutung wäre, JETZT mit dem Staubsauger loszulegen.

Ihr wisst also, womit ich mein Dienstag Daily Desaster beginnen werde 😉 Ich werde berichten. JETZT werde ich jedenfalls dem DiensTAG mit einem Mützchen Schlaf entgegenträumen…

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2 Kommentare auf "Dienstag Daily Desaster – Alle Macht den Mikrolisten"

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Bestricia
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Hmmmm……..wenn du mit EINER Microliste nicht zurecht kommst? Bei mir liegt auf jedem Schreibtisch eine , deren es Zweie sind …

Ein chinesisches Sprichwort sagt:“ Plane dein Jahr im Frühling und deinen Tag am Morgen“ .

Tue ich.
Jeden Morgen vor dem Aufstehen gehe ich gedanklich den geplanten Tag durch, schwinge mich aus dem Bett und……

…..Dr. Alzheimer lässt grüssen !!!

Margerit Enfeld
Gast
Meine Mikroliste: Katzen füttern – Yes, wird natürlich immer erledigt, und zwar noch vor der ersten Tasse Kaffee Katzenklos reinigen – dito Liebe Elisabeth, bis hierher folge ich dir bedingungslos! Aufräumen – wäre übertrieben, müsst ich morgen sonst wieder machen Staubsaugen – geht nicht, hassen die Miezen, außerdem darf ich ihnen nicht die geliebten Staubknäuel wegnehmen, die sie so herrlich über den Boden jagen können. Fenster putzen – Die ersten Bäume blühen schon, also völlig sinnlos Wäsche waschen – ok, die Maschine läuft von allein Bügeln – überlege ernsthaft nur noch knitterfreie Sachen zu kaufen, bis dahin sind noch genug… Read more »