Salopp könnte man die „Instant Gratification“ als sofortige Befriedigung übersetzen. Diejenigen, die mich kennen, wissen natürlich, dass ich praktisch nienichts Unanständiges im Sinn habe 😉 Aber mal von all dem augenzwinkernden Geplauder abgesehen, ich will ja hier auch den tiefenpsychologischen Tücken & Fallen der Prokrastination zu Leibe rücken. Ganz wissenschaftlich versteht sich 😉

Wenn ich also vergleiche, wie sich die Instant Gratification beim Staubsaugen und beim Schreiben dieses Beitrags unterscheiden, dann komm ich auf folgende Plus-Minus-Liste:

Instant Grafitication (IG) beim Staubsaugen

  • Es ist nachher sauberer als vorher (merkt aber kein Schwein 😉
  • Ich kann einen Punkt auf meiner Mikroliste abhaken (*mikrojubel*)
  • Das technische Verständnis wird geschärft (oder so ähnlich)

Instant Turn Off (ITO) beim Staubsaugen

  • Wie schon vorher erwähnt – keinen juckt’s
  • Man muss den A*** heben (paar Möbelstücke auch)
  • Der Staubsauger wird vorzeitig abgenützt

IG beim Schreiben dieses Beitrags

  • Die Vorfreude auf Eure Kommentare
  • Ich kann einen Punkt auf meiner Makroliste abhaken (*makrojubel*)
  • Die Schreibdisziplin wird trainiert

ITO beim Schreiben dieses Beitrags

  • *hmmm…* Naja, ein bisschen schlechtes Gewissen, weil ich nicht vorher zum Staubsauger gegriffen habe 😉

Die Bilanz ist also eindeutig. ABER – weil dieses Experiment ja nun unter den Augen der Öffentlichkeit abläuft, kann ich mich ja nicht völlig entblöden und habe zwischendurch tatsächlich zum Staubsauger gegriffen. Und auch der Schreibtisch wurde – wenn auch halbherzig – ein wenig geräumt 😉

Mit dem Thema der Instant Gratification bin ich noch lange nicht durch, aber morgen ist ja bekanntlich auch noch ein Tag…

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6 Kommentare auf "Dienstag Daily Desaster – die Tücken der Instant Gratification"

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Diana
Gast

Eine super wissenschaftliche Abhandlung und multifunktional gearbeitet hast Du dabei auch noch, ich würde sagen das ist die Total Instant Gratification. 🙂

Sibylle
Gast

Stichwort Staubsaugen: Mir hilft das System „Flylady“ enorm. Unangenehme Tätigkeiten werden auf keine Einheiten runtergebrochen. Wecker auf 5, 10, oder 15 Minuten, Musik rein und einen Raum saugen/aufräumen etc. Was nicht in der Zeit geschafft wird, kommt später dran.

Einer der „Weisheiten“ der Erschafferin des Systems: Chaos entsteht nicht an einem Tag, also beseitigen wir es auch nicht an einem Tag. Alles wird mit Mini-Schritten angepackt, und verliert so den grossen Schrecken…

In diesem Sinne, gut Saug!

Sabine Hoffmann
Gast

Oh ja, ich saugen 45 bis 50 Minuten an der Etage. Wenn der Staubsauger schon mal aus seinem Verließ gelassen wird. Das in 5 Minuten Schritten ,nee, nee

Gabriela Fischer
Gast

Liebe Elizabeth, mein Makro war, meinem Mann davon zu überzeugen, dass er die Idee zu dem Staubsaugerselbstfahrer hatte (gar nicht so schwer, da Elektroaffin) und nun saugt der Microsauger, während ich ihm dabei zusehe und stricke! Aber irgendwie hat das jetzt nix von Misere und Disaster. Sorry 😁

Renate
Gast

Ich liebe Deine Wohnung, Elizzza! So richtig zum Wohlfühlen, chaotisch-kreativ – und Dreck sehe ich keinen!!!!

Margerit Enfeld
Gast

Liebe Elisabeth, auf deiner Mikroliste vermisse ich einen Punkt: Kreativstunde/n. Beim Eintauchen in deine Auseinandersetzung mit der Verschieberitis bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich meine todo-Liste mehr ernst nehmen sollte, zeigt sie mir doch deutlich meinen Konflikt mit Prioritäten. Also baue ich in diese Liste künftig nicht nur „Verschiebepunkte“ ein, sondern auch „Freu-Gerne-Punkte“ ein. Eventuell zieht das Einhalten dieser Punkte auch die Erledigung des einen oder anderen weniger geliebten Punktes mit sich. Man will ja schließlich auch mal selbst überrascht bzw. überlistet werden und Strategien haben immer was Spannendes.