Nicht nur an einem mieselsüchtigen Montagmorgen gilt mein erster Blick den Nachrichtenseiten, vornehmlich jenen von derStandard (neben anderen, die ich aber nobel verschweige 😉

Heute fällt meine Aufmerksamkeit auf einen Artikel über „Influencer“ (klingt eigentlich ziemlich krank 😉 und ich sehe professionell auf ganz natürlich gestylte junge Mädels, die virtuelle Vorbilder für eine ganze Generation noch jüngerer Mädels sind. Egal, welchen Instagram Account ich aufsuche, die Welt scheint perfekt – mit perfekten Menschen, die rund um die Uhr fit, schön, modelig und erfolgreich sind. FSME sozusagen. Klingt auch irgendwie krank 😉

Kurz danach kommt es zu einem Zusammenstoss mit meinem Badezimmer-Spiegel. SO schaut sie nämlich aus. Die ungeschminkte Wahrheit. Am Montagmorgen. Weder Schicki noch Micki. Weder fit, noch schön, noch modelig oder erfolgreich.

Zerknittert, morgenmuffelig, mit mir selbst fluchend krame ich meinen gestrigen Neujahrsvorsatz hervor. Jaja, ich weiß, Neujahr ist schon 4 Wochen vorbei. Aber man kann ja sein Leben jeden Tag aufs Neue beginnen, oder? Jedenfalls behaupten das die erfolgreichen Influencer.

Meinen Vorsatz, 2018 meine persönliche Verschieberitis zu bekämpfen und eine entsprechende Website einzurichten, habe ich erst 4 Wochen verschoben und heute die MontagMorgenMisere aus der Taufe gehoben. Wenn auch Du der Prokrastination (so der klinische Begriff für die Verschieberitis) den Kampf ansagen willst, dann schreibe mir doch wie es Dir damit geht. Nervt Dich Dein Morgen-Morgen auch so sehr wie mich? Heißt Dein Lieblingstag der Woche auch „Morgen“? Welche Rezepte helfen Dir?

 

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23 Kommentare auf "Montag Morgen Misere – Die ungeschminkte Wahrheit"

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Bestricia
Gast

Toll geschrieben , liebe Elizzza. Und ich reihe mich ein, bzw. stelle mich direkt hinter dich.
Zu deiner letzen Frage antworte ich : “ Wenn ich DAS wüsste, wäre ich Montags nicht so fusselig“

Die gute Nachricht: Der Montag ist bald zu Ende.Und dann fängt die Woche voller Schwung mit dem Dienstag an………wenn nicht….dann der Mittwoch in Aussicht stände um das vorhergeschoben zu tun….

Andrea
Gast

Prokastinieren kann ich hervorragend…
das letzte Stückchen Ärmel bis irgendwann mal,
Fensterputzen bis es dann doch arg dunkel im Zimmer ist,
Wie lange schon will ich eine Website oder gar einen Onlineshop machen?
Ich hab bloß zu wenig Anhnung davon, Angst vor Rechtssicherheit, (zu?) hohe Ansprüche ans Aussehen…
Und kaufen kann ich mir sowas nicht weil das ja Elend viel Geld kostet.
Du kannst wenigstens sowas auf die Beine stellen, auch wenn gut Ding manchmal Weile haben will 🙂
und Du bestimmt ähnlich kritisch damit umgehst wie ich.
Es wird aber irgendwie immer alles,
irgendwann, irgendwie… Es wird.

Antje Schumacher
Gast

Köstlich, liebe Elisabeth. Ich bin quasi die Königin der “ Verschieberitis“, denn diese, meine Diziplin beherrsche ich meisterhaft! Wenn der Montag hereinbricht, vergrabe ich mich unter dem Federbett und erst wenn der Kater mir die Nase leckt, wage ich einen zaghaften Blick Richtung Fenster. Gnaaaaaa…Wetter doof, Knochen müde, Haare verknotet. Kaffee…die ultimative Geheimwaffe! Dann verweigere ich mich, Socken strickend, noch eine Stunde der Realität, bevor es an das Sanieren der Fassade und den Weg zur Arbeit geht. Geteiltes Leid ist halbes Leid 😅….LG Antje

Iris
Gast

In den Kampfring steige ich mit ein. Bin kurz davor, dass alles liegen bleibt, weil ich nicht weiß, wo anzufangen.
Lieber Strick ich noch an den Socken weiter und überlege, womit ich morgen mit neuem Elan anfange. Woher dieser Elan kommen soll, weiß ich allerdings auch noch nicht…

Karin
Gast

Ich glaube, wir deutschsprachigen sind alle noch viel zu diszipliniert. Oder gibt es auch ein deutsches mañana, das „irgendwann, aber sicher nicht morgen“ bedeutet?

Gaby Tilla
Gast

Ich werde morgen mal darüber nachdenken.🤓

Margarete
Gast

Nein ich bin kein Morgenmuffel, auch kein Montagsmorgenmuffel – und ansonsten halte ich es mit Scarlett O’Hara: „Tomorrow is another day!“ Irgendwie geht es mir gut dabei !
Ein froeliches Fiddle-dee-dee aus Saskatoon!
Danke fuer die gute Idee liebe Elisabeth – freue mich auf mehr hier

Renate
Gast

Hey, anders denken ist gefragt: Es ist SCHON Montag! (Juhu, nur noch 5 Tage bis zum Wochenende!!!)
Und zur Verschieberitis nur kurz: Was verschoben wird, ist nicht wirklich wichtig, oder???

Christian
Gast
Hallo Elisabeth, ja das ist eine sehr schöne Idee für eine Webseite. Auch als Mann schaut man Montag morgens in den Spiegel und sagt :“Ich kenne dich nicht, aber ich wasch dich trotzdem“ und „Herr, mach das dieser Tag vorbei gehe“. Schon beim Wach werden ist der Impuls liegen zu bleiben übermenschlich stark. Als strickender Mann kennt mann auch das Problem mit den Ufos und dem liegen lassen angefangener Dinge, die immer mehr werden. Die wie im Hamsterrad wiederkehrenden Tätigkeiten im Haushalt neigen auch dazu, dass mann sie verschiebt, bis es nicht mehr anders geht. Und dann kämpft man ein… Read more »
Christian
Gast

P.S.Rezept dagegen mit drei Worten „Mach es gleich“

Mandy
Gast

Oh ja ich kenn das auch liebe Elizzza. Ich habe vor knapp 7 Monaten ein zauberhaftes Töchterchen zur Welt gebracht. Seit dem sage ich mir: „ich muss mich jetzt endlich mal um diese vermaledeite Rückbildungsgymnastik kümmern.“ – damit sollte man ja etwa 8 Wochen nach der Geburt beginnen. Also bin ich erst 5 Monate zu spät dran 😓

Ursula Escobar
Gast

Das ist mal auf den Punkt gebracht, danke liebe Elizza.
Liebe Grüsse

Gabi
Gast

Ich hab gestern noch gedacht, ich schreib morgen meinen Kommentar. Puh, geschafft. Aufschieben bis zum Sanktnimmerleinstag ist meine Spezialität. Ich danke Dir, Elisabeth, dass Du dieses Thema so ungeschminkt angehst. Bei mir liegen unzählige angefangene (zumeist nur in Gedanken angefangene) Projekte rum. Und schon ergibt sich das nächste Problem: ich müsste morgen anfangen zu entrümpeln 😉
Beruhigend ist – das zeigt Dein Blog – dass ich nicht die einzige Prokrastinatorin bin.
Liebe Grüße,
Gabi

Margerit Enfeld
Gast
Wie gut das tut, nicht allein zu sein! Danke Elisabeth! Jetzt sehe ich mich bestärkt in meiner Art damit umzugehen. Verschieberitis ist keine Faulheit oder Schwäche, sondern die Gabe, sich leidenschaftlich seinem eigenen Rythmus hinzugeben. Und der ist nun mal recht persönlich. Ich sehe es als Stärke. Frei nach Karl Julius Weber: Nur diejenige Geduld, die dem Druck der Umstände klug entgegenwirkt und die Zeit abwartet, wenn Mut und Stärke jetzt nicht zum Ziele führen, ist allein Tugend”, “Geduld ist gezähmte Leidenschaft.” oder wie meine Oma kurz und bündig sagt: „Alles hat seine Zeit“. Funktioniert nicht jeden Tag, aber die… Read more »
Christiane
Gast

Wirklich gut geschrieben, Du baust in Deinen Sätzen Spannung auf, so dass man Hunger auf immer mehr bekommt. Du könntest wunderbare Romane schreiben, ganz gleich welcher Art.

Und ich gebe Dir rundherum recht, Montag- Montag, es ist eigentlich immer dasselbe: Wir können immer wieder alles hinter uns lassen und neu beginnen.
Wie oft ich schon an dem Punkt war, zu sagen, jetzt geht nichts mehr, und dann öffnete sich irgendwo doch ein Spalt, der mich wieder das Helle erkennen lässt, und es geht doch wieder weiter. Dafür bin ich sehr dankbar.

Sonja
Gast

Morgen…nicht den Berg anschauen! sich eine Bucht aussuchen und diese herrichten und in diese schauen! dann diese Bucht ausdehnen…morgen! nicht zuviel auf einmal, sonst dauert der morgen wieder monate.

Sascha
Gast

Mit den Jahren schaffe ich es immer besser Dinge schon heute, oder spät Abends zu erledigen oder vorzuarbeiten, damit ich am nächsten Morgen in Ruhe meinen, nicht aus Kapseln gemachte Cafe, geniessen kann! Damit stehe ich immer wieder mit dem Gefühl auf heute weniger erledigen zu müssen! Ist vielleicht Blödsinn, lässt mich aber entspannter schlafen und leichter aufstehen! Zumindest hin und wieder!
Dein Sascha